73b tut weh !



Wir können es uns nicht leisten, die Existenz der KV`en aufs Spiel zu setzen um uns in die totale wirtschaftliche Anhängigkeit von Kassen zu begeben.

Dieser Preis für eine passager höhere Vergütung in Selektivverträgen ist zu hoch.


Die Selektivverträge und ihre höhere Vergütung basieren auf der Annahme, dass sie sich durch eine bessere Ressourcensteuerung selbst finanzieren.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die erhofften Einsparungen an Arzneiverordnungen und Facharztüberweisungen den Erwartungen bei weitem nicht entsprechen. Ein Teil der Zusatzvergütung wird sowieso durch höhere EDV- und Organisationskosten aufgezehrt !

Die Abnahme der hausärztlichen Fälle durch die Vermeidung von Doppelinanspruchnahmen von Hausärzten führt zum Sinken der Fallzahlen. Der höhere Fallwert wird bei der Betrachtung des Gesamthonorars wieder weitgehend ausgeglichen.

Vom Payer zum Player will die AOK werden (so Christoph Hermann, AOK-Vize, Baden-Württemberg). Die AOK will so die Fesseln abstreifen, die ihr das SGB V auferlegt.

Dazu muss sie die Mittel und Möglichkeiten bekommen, das Leistungsgeschehen zu kontrollieren und auch zu beeinflussen.

Hierzu braucht sie Selektivverträge, die ihr eine möglichst engmaschige, am besten tagesgenaue Kontrolle erbrachter und veranlasster Leistungen und Verordnungen ermöglichen.

Dazu wiederum bedarf es der Onlineanbindung der teilnehmenden ärzte und Praxen.

Natürlich kann jeder Arzt selbst entscheiden, was er unternimmt und was er verordnet, er muss dem Ampelsystem der Vertragssoftware nicht folgen. Aber zu was führt das ? Die Kalkulation des Vertrages geht nicht auf. Folgerung: Der Anschlussvertrag wird zu deutlich schlechteren Konditionen abgeschlossen, ein zurück in die zerfledderte KV aber gibt es nicht.

Das sind die Druckmittel der Kassen:

nach oben